Besuch von Jo(h)n Blund!

John Blund?
Wenn es Zeit für’s Bett ist, fällt in Schweden oft der Name John Blund. Sätze wie snart kommer John Blund på besök (dt.: bald kommt John Blund zu Besuch), sind dann keine Seltenheit. Denn, während in Deutschland das Sandmännchen dafür sorgt, dass die Menschen gut schlafen können, kommt in Schweden John Blund (oder Jon Blund) vorbei.

John Blund in Geschichte & Literatur
Erstmalig wird John Blundbereits 1691 im Index Lingvae Veteris von Olof Verelius schriftlicht erwähnt. Auch der Dänische Schriftsteller H.C.Andersen nimmt sich dem Thema an und schreibt 1842 die Sage Ole Lukøie. Der Dänische Künstler Vilhelm Pedersen hat zu dieser Sage John Blund gezeichnet. Der Legende nach hat John Blund immer zwei Regenschirme mit Schlaf bei sich. Einen schwarzen für unartige Kinder und einen bunten für die lieben Kinder. Zudem hat er immer eine Spritze mit Milch bei sich. Sobald John Blund die Milch in die Augen der Kinder spritzt werden die Augenlider so schwer, dass die Kinder einschlafen.

John Blund in der Gegenwart
Das Schwedische Wort blund wird heutzutage beispielsweise noch in folgendenen Konstruktionen benutzt:

  • inte få en blund i ögonen = kein Auge (zutun)
  • ta sig en blund = ein Nickerchen machen

oder als Verb blunda (dt.: die Augen schließen)

  • blunda för något = bei etwas ein Auge zudrücken.

Mit Beginn der 60er Jahre hat John Blund eine etwas neue Gestalt angenommen, nämlich die des Ostdeutschen Sandmannes. Hier seht ihr die Schwedische Musik mit Text zum mitsingen:

 

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